Ba-ba-ba-banküberfall

„Army of Thieves“, „Ocean’s Eleven“, „Heat“ oder auch „Bonny und Clyde“. Alles Filme, bei denen das Böse – oder zumindest die Verbrecherbande – ein bisschen sogar schon einen romantischen Touch hat. Manchmal sogar ein bisschen lustig wie mit der EAV – wisst ihr noch?

Im wahren Leben ist es nicht weit her mit der Romantik. Tatsächlich gibt es sogar fast keine Bankräuber mehr in Deutschland. Das bestätigt auch die Statistik.

Warum ist das so?

Bankräuber scheitern heute auch an der Entwicklung, die die Zeit nun einmal mit sich gebracht hat. Bargeld hat zum Beispiel eine geringere Bedeutung als früher und der technische Fortschritt in Punkto Sicherheit in Banken ist immens. Dazu kommt, dass viele Dinge heute automatisch ablaufen. Bezahlt wird zum Beispiel mobil und kontaktlos. Da bleibt schlicht und einfach nicht viel Geld zum Mitnehmen übrig.

Banken sind also sicherer, Bankräuber haben weniger Auswahl – und die Polizei klärt dann auch noch inzwischen fast alle Überfälle auf. Wer stiehlt wird also sehr wahrscheinlich auch noch bald verhaftet. Keine sonderlich guten Aussichten also.

Geldautomaten im Visier

Versuche, möglichst schnell und unkompliziert an Geld zu kommen gibt es natürlich trotzdem. Verbrecher sprengen zum Beispiel Geldautomaten und richten dabei immensen Schaden an, wie aktuell etwa Ende November in Fernwald (Landkreis Gießen). Die Polizei ist aber auch ihnen natürlich schon auf den Fersen und sammelt Erfolge, zum Beispiel Ende September in Osnabrück. Dennoch ist die Zerstörungswut bei den Sprengungen immens – und das für vergleichsweise kleine Beute. Vor allem der ländliche Bereich ist von diesen Überfällen betroffen.

Doch die Banken wissen sich zu wehren. Viele entfernen einfach das Geld in der Nacht. Auch Geldautomaten sind inzwischen klüger und haben technisch aufgerüstet. Sie können Gas naturalisieren und verhindern Explosionen. Gegen die Zerstörungswut von Festsprengstoff ist allerdings kein technisches Kraut gewachsen.

Aufmerksam bleiben

Wer nicht den brachialen Weg wählen möchte, der umgeht die Bank mit ihren weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen und wendet sich direkt an die Kunden. An dieser Stelle kommen beispielsweise Mails oder komische Telefonanrufe ins Spiel. Verbrecher fordern hier zum Beispiel mit so genannten Phishing-Mails dazu auf, einem Link zu folgen über den sie dann Zugang zu sensiblen Bankdaten bekommen. Oder sie rufen bei Privatpersonen an und behaupten, dass Kontodaten am Telefon weitergegeben werden müssten oder fordern das Einsenden einer digitalen Unterschrift.

Aufmerksam bleiben ist in jedem Fall immer ein gutes Mittel, um kein Opfer zu werden. Lieber einmal mehr einem Anrufer oder einer E-Mail misstrauen, als einmal zu wenig. Im Zweifel helfen unsere Berater*innen gerne weiter. Wenn ihr lieber selbst nachlesen wollt: Tipps zum Schutz vor Phishing gibt die Polizei oder auch zum Beispiel der Blog bankenverband.de.